Aktuelle Veranstaltungen und Informationen

8. Mai 2021 / 1945

Der 8. MaI, Tag des Kriegsendes, war für Wolfgang Borchert ganz existenziell ein Tag der Befreiung. Es hat lange gedauert, bis er als solcher von einer breiten Mehrheit anerkannt wurde. Es bleibt auch heute wichtig, an ihn zu denken – einerseits wegen des Weltkrieges und der Verbrechen, die davor passierten, andererseits weil er ein wichtiges Datum bildet, ohne das unsere demokratische Gesellschaft heute nicht zu denken ist, die immer bedroht bleibt.  Die Hamburger seien auf die Aktivitäten um den 8. Mai herum hingewiesen, die auf dieser Website des »Hamburger Ratschlags« nachzulesen sind.

Die nächsten Veranstaltungen (mit Unterstützung) der Borchertgesellschaft

»Ruhe ist Verhängnis. Jeder ist sein eigenes Gefängnis.«

Geplanter Nachholtermin: frühestens im Herbst 2021

 

Borchert-Lesung in der Flussschifferkirche Hamburg

 

 

Es lesen Marion Gretchen Schmitz und Tommaso Cacciapuoti

Akkordeon spielt Natalie Boettcher

 

 

Eine Veranstaltung der Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft

 

 

Flussschifferkirche

Hohe Brücke 2, 20459 Hamburg

 

Bitte informieren Sie sich über den Nachholtermin auf dieser Website oder indem Sie unseren Newsletter abonnieren.

 

Marion Gretchen Schmitz ist Schauspielerin und Sprecherin und neben diversen Film- und Theaterengagements als Sprecherin für Hörbuch, Hörspiel, Voice Over und Synchron tätig; im Film zuletzt in Großstadtrevier, auf der Bühne als Turandot in Turandot oder der Drachenthron von Wolfgang Hildesheimer sowie als Else Lasker-Schüler in Mein Herz?! - Keinem! im Logensaal in den Hamburger Kammerspielen.

 

Tommaso Cacciapuoti war Synchronsprecher und ist in Filmen zu sehen gewesen (u.a. in Großstadtrevier und zuletzt in der dänischen Produktion I Krig & Kærlighed), ferner auf der Bühne im Altonaer Theater, den Hamburger Kammerspielen, dem Theater im Zimmer, dem Schlossparktheater Berlin und im Polittbüro. Demnächst spielt er im Ernst Deutsch Theater in Adel verpflichtet.

 

Natalie Boettcher ist in der Hamburger Musikszene bestens vernetzt. Sie wirkte an Veranstaltungen u.a. im Ohnsorg Theater, Schmidt-Theater, Ernst Deutsch Theater, in der Laeiszhalle und im Torhaus Wellingsbüttel mit. Ferner trat Natalie Boettcher zuletzt u.a. beim Hamburger Hafengeburtstag, beim See#Stadtfest Bremerhaven und dem Chorfestival in Travemünde auf. Neben Tourneen mit André Eisermann und dem legendären „Balagan“ begleitete sie namhafte Künstler wie Ulrich Tukur, Dominique Horwitz, Etta Scollo und Stefan Gwildis.

2021 – Veranstaltungen im 100. Geburtsjahr von Wolfgang Borchert – 2021

Hamburg liest Borchert

Rund 30 Buchhandlungen, Vereine, Organisationen (darunter die Borchertgesellschaft) präsentieren mit Unterstützung der Hamburger Kulturbehörde das Literaturfest »Hamburg liest Borchert«:

 

Vom 17. bis zum 23. Mai 2021 - mit einer Übersicht im Internet.

»Wundbilder«

Ausstellung der Gemälde von Walter Raum mit Bezug auf Wolfgang Borchert

 

Der süddeutsche Maler Walter Raum arbeitete seine traumatischen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg in einer Serie abstrakter Bilder ab. Er sah in Borchert einen Gleichgesinnten.

 

 

Ausstellungsraum der Staats- und Universitätsbibliothek »Carl von Ossietzky«

Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

 

 

Geöffnet noch bis zum 30. Juli 2021 von 10 bis 15 Uhr und von 18 bis 22 Uhr für Zeitfenster von jeweils einer Stunde. Registrierung über QR-Code oder Vordruck vor Ort. 

Eintritt frei

 

Sie können die Ausstellung auch im Internet betrachten. Die SUB hat einen 3-D-Rundgang hochgeladen.

»Lebe, liebe, leide und schreibe«

Wolfgang Borchert im 100. Geburtsjahr

Eine Lesung mit Musik

 

Lesende: Stella Roberts, Jens Wawrczek

Natalie Böttcher (Akkordeon)

Johannes Kirchberg (Klavier)

Organisation und Dramaturgie: Sonja Valentin, Hans-Gerd Winter

 

Dienstag 20. April 2021, 19:30 Uhr

Theater im Zimmer, Aufzeichnung hier abrufbar

 

Eine Veranstaltung der Borchertgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek »Carl von Ossietzky« Hamburg 

»Die Professoren wissen auch nix«

Lesung und kleines Kolloquium zu Wolfgang Borcherts 100. Geburtstag

 

18:00: Caroline Kiesewetter liest Wolfgang Borchert

»Die Professoren wissen auch nix«

»Der Stiftzahn oder Warum mein Vetter kein Rahmbonbon mehr isst«

 

ab etwa 19 Uhr: Vorträge (ca. 20 Minuten) und Diskussion:

 

Konstantin Ulmer (Hamburg)

Vorstellung der Borchert-Box der Staats- und Universitätsbibliothek »Carl von Ossietzky«

 

Gordon Burgess (Aberdeen)

»Mehr nicht. Es genügt.« – Wolfgang Borcherts Arbeit als Lektor im Lichte seiner Schriftstellerpraxis 

 

Hans-Gerd Winter (Hamburg)

»Horch hinein in den Tumult Deiner Abgründe!« – Wolfgang Borchert und die Schuld in Krieg und Diktatur

 

Hermann Breitenborn (Hamburg)

Die Borchert-Filme von Michael Blume

 

Diskussionsleitung: Bernd Kraske (Hamburg)

 

Montag 26. April 2021, 18:00 Uhr

 

Die Beiträge werden entweder im Jahresheft 2022 oder in einer gesonderten Publikation abgedruckt.

»Borchert-Box«

Die Staatsbibliothek hat eine öffentlich zugängliche, große, gläserne zweiteilige Borchert-Box im ersten Stock des Neubaus errichtet. In dieser sind Borcherts Schreibtisch, seine Bücher und Liebhaberstücke zu sehen. Die ausgestellten Gegenstände können für Erläuterungen digital angeklickt werden. Leben und Werk des Autors werden digital, zum Teil auch in Dokumenten und Bildern präsentiert.

 

Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky

Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

 

Derzeit sind Besuche zwischen 10 und 15 Uhr sowie zwischen 18 und 22 Uhr für Zeitfenster von jeweils einer Stunde möglich. Wegen der geringen Quadratmeterzahl des Ausstellungsraums können Termine nur für eine Person oder zwei zusammengehörige Personen vergeben werden. Der Eintritt ist frei. Für einen Termin fragen Sie bitte per Mail bei pr@sub.uni-hamburg.de an. Die Bestätigungsmail mit Termin und Uhrzeit zeigen Sie beim Empfang im Foyer vor.

Mit einem Stabi-Ausweis und nach einer Registrierung am Empfang ist der Besuch auch ohne Anmeldung möglich, wenn sich zu dem Zeitpunkt keine weiteren Besucher*innen in der Borchert-Box befinden bzw. angemeldet sind und die Maximalgrenze für Besucher*innen der SUB noch nicht erreicht ist.

»Dies kostbarkurze Leben«

Im Herbst 2020 erschien rechtzeitig zum 100. Geburtstag Borcherts 2021 im Osburg Verlag, Hamburg der erste Roman über ihn: FRAUKE VOLKLAND: DIES KOSTBAR KURZE LEBEN. Er behandelt die letzte Lebensphase Borcherts im Clara-Spital, Basel: der sterbende Dichter in einem Krankenhaus, in dem er sich verloren fühlt, und in einem fremden Land. Das fiktive Geschehen knüpft an historische Fakten an. Sein Reiz für den Leser liegt darin, dass es die Frauen präsentiert, die in dieser Zeit Kontakt zu dem Kranken hatten, und den Dichter, der um ihre Zuneigung und Liebe wirbt. Zugleich lässt Volkland Borchert als einen von Kriegs- und Gefängniserfahrungen Gezeichneten agieren und fühlen. Die Erzählperspektive liegt überwiegend bei ihm, der trotz zunehmender Schwäche Lebenshunger und -lust empfindet. Die Zahl der Dokumente über die letzte Lebensphase Borcherts ist überschaubar, hier wird sie in lebendiger Erzählung konkret.

Der Roman über Borchert ist Frauke Volkslands zweites fiktionales Werk. Davor erschien der Roman „Eisvogelblau“ (2019).

Lesung der Historikerin und Autorin Frauke Volkland aus ihrem Roman über die letzten Lebenswochen Borcherts im Claraspital Basel und seine Beziehungen zu Briefpartnerinnen und -partnern.

Leitung: Hans-Gerd Winter, Wolf Osburg

Büchertisch der Heinrich-Heine-Buchhandlung

 

Donnerstag 27. Mai 2021

 

 

Übertragung per Zoom, Voranmeldung per Mail erforderlich!

Draußen vor der Tür – Ein Tonfilm nach Wolfgang Borchert

Deutsches Nationaltheater Weimar

Durch die andauernde Corona-Pandemie konnte die Premiere nicht, wie ursprünglich geplant, im Februar 2020 stattfinden. Regisseur Marcel Kohler und sein Team haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Arbeit an »Draußen vor der Tür« anderweitig fortzusetzen. Inspiration bot hier der Autor Wolfgang Borchert selbst. Mit seinem Eingangstext im Kopf, dass »ein Mann nach Deutschland kommt und dort einen ganz tollen Film erlebt«, widmen sich Regieteam und Ensemble dieser anderen Visualisierung. Gleichwohl wird sich dies als Spagat zwischen Bühne und Film gestalten.

Im Borchert-Jahr, dessen Geburtstag sich zum 100sten Mal jährt, ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Drama geradezu verpflichtend. Wenn Forschung und Literaturgeschichte den Text bereits auf vielfältige Weise diskutiert und auch kritisiert haben, die darin artikulierte Dringlichkeit des jungen Autors, der selbst Kriegsheimkehrer war, blieb und bleibt auch 74 Jahre nach Erscheinen des Dramas unangefochten.

Der Film versteht sich als eine ästhetische und formale Annäherung an eine Geschichte, in der Beckmann wie auch das Stück, dessen Protagonist er ist, seit 1947 seinen Gang unentwegt fortsetzt und kein Obdach finden darf. Denn das hieße, dass die tatsächliche politische Geschichte, die weit über Beckmanns Schicksal hinausweist, zu einem logischen Schluss und damit zu einem Ende der Vergangenheitsbewältigung gekommen wäre.

Sehen Sie die Online-Premiere hier am 25. März 2021, ab 20 Uhr. Der Film ist bis 22. April 2021 online.

 

Deutsches Nationaltheater Weimar

Regie: Marcel Kohler

Weitere Veranstaltungen in Weimar

19. Oktober bis 2. Dezember 2021, jeweils montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr

Wolfgang Borchert – Leben, Werk, Wirkung

Ausstellung in der Universitätsbibliothek (Steubenstraße 6)

Vernissage: 19. Oktober um 17:00 Uhr mit Bernd Kraske (stellv. Vorsitzender der Borchertgesellschaft)

Veranstalter: Thüringer Literaturrat e.V., Bauhaus-Universität Weimar, Stadt Weimar, Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky Hamburg, Evangelische Kirche Mitteldeutschland

Wolfgang-Borchert-Bogen – eine neue Straße in Weimar

Die Stadt Weimar wird im Neubaugebiet Am Kirschberg eine Straße nach Wolfgang Borchert benennen. Der Wolfgang-Borchert-Bogen verläuft nördlich der Eduard-Rosenthal-Straße.

Zwischen Wismar und Zittau gibt es bisher nur drei nach Wolfgang Borchert benannte Straßen: in Rostock, Halle und Altenburg. Weimar ist die erste Stadt mit einem biografischen Bezug zum Namensgeber.

Borchert-Veranstaltungen Stand 20210408.
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 ... und außerdem ...

»... der Worte spricht, die scharf wie Scherben ...«

Doppelausstellung im Schloss Reinbek:

Wolfgang Borchert: Vita - Werk - Wirkung

Gertraud M. Baudy: Atmen Sehen Gehen - Schriftbilder zu Wolfgang Borchert

 

Die Sammlung Italiaander - Reinbeks Forum der Völker - zeigt vom 22. August 2021 bis zum 17 Oktober 2021 im Schloss Reinbek als Doppelausstellung:

 

»... der Worte spricht, die scharf wie Scherben ...«

Wolfgang Borchert – Vita - Werk - Wirkung

Eine Ausstellung von Bernd M. Kraske

 

Atmen Sehen Gehen

Schriftbilder zu Wolfgang Borchert

Gertraud M. Baudy

 

Sonntag 22. August 2021 um 11:30 Uhr

Vernissage und Einführung (Bernd M. Kraske)

Eintritt frei

 

Sonntag 29. August 2021 um 11:30 Uhr

»Draußen vor der Tür« - Anmerkungen zur Hörspiel-Rezeption

Vortrag von Bernd M. Kraske

Eintritt: 3 Euro

 

Sonntag 3. Oktober 2021 um 11:30 Uhr

Öffentliche Führung mit Kurator Bernd M. Kraske

Eintritt: 3 Euro

 

Die Ausstellung ist jeweils mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Schloss Reinbek

Schloßstraße 5, 21465 Reinbek

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»Pack das Leben bei den Haaren!«

Stefan Gwildis liest und singt

Wolfang Borchert zum 100. Geburtstag

 

In diesem Jahr wäre Wolfgang Borchert, der am 20. Mai 1921 in Hamburg zur Welt kam, hundert Jahre alt geworden. Grund genug für Stefan Gwildis, dem bewunderten Dichter ein besonderes Geburtstagsgeschenk zu machen: Mit neu vertonten Gedichten, einer Auswahl seiner Lieblingsgeschichten, Briefen, Szenen aus den Jugenddramen und bislang unveröffentlichten Dokumenten präsentiert er sein ganz persönliches „Best of Borchert“-Programm.

 

Mit Stefan Gwildis, Hagen Kuhr (Cello) und Tobias Neumann / Matthias Stölzle (Tasteninstrumente)

Dramaturgie: Dr. Sonja Valentin

 

Premiere:

Samstag 28. August 2021 19:30 Uhr

St. Pauli Theater

 

Weitere Vorstellungstermine werden noch bekanntgegeben.

 

Kleiner Vorgeschmack auf Youtube.

Weitere Informationen und Eintrittskarten beim Theater.

»Wir selbst sind zuviel Dissonanz«

»Natürlich bin ich ein religiöser Dichter. Ich verberge es nicht. Ich glaube an die Sonne, den Walfisch, meine Mutter und an das Gras« antwortete Wolfgang Borchert (1921–1947) kurz vor seinem Tod auf die Frage eines Journalisten. Der viel zu früh verstorbene Schriftsteller macht mit dieser Antwort deutlich, worum es in seinem literarischen Werk gegangen ist und wie es weit in unsere Zeit hineinreicht: um die Bedeutung von Weltanschauung und Glauben, aber auch um die Abhängigkeit von Mensch und Planet als politische Fragestellungen. Borcherts engagierte Literatur wirft darüber hinaus immer auch die Frage nach den strukturellen Problemen einer sogenannten postnationalsozialistischen Gesellschaft auf. 

Die Brotfabrik begeht Borcherts 100. Geburtstag mit einer Themen-Woche: Vom 13. bis 17. September zeigt das BrotfabrikKino einige Verfilmungen von Borcherts Texten. Im Zentrum steht dabei die erste Verfilmung von »Draußen vor der Tür«, »Liebe 47«, von Wolfgang Liebeneiner. Die BrotfabrikLiteratur lädt drei Autor*innen zu Lesung und Gespräch ein. Caca Savic, Lena Tietgen und Nico Feiden sprechen mit Alexander Graeff darüber, inwiefern Wolfgang Borcherts Werk sie für ihr eigenes inspiriert hat, über ihre Lektüreerlebnisse – und lesen ihre Texte.

 

Eintritt: 7 Euro (ermäßigt 5 Euro)

 

Mittwoch 15. September 2021

19:30 Uhr

Brotfabrik

13086 Berlin, Caligariplatz 1

 

Bei trockenem Wetter als Open-Air-Veranstaltung im Hof, sonst im Neuen Salon der Brotfabrik

Lesung in der Brotfabrik
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»In zwei Jahren wird keiner das Zeug mehr lesen.«

Wolfgang Borchert, Werk und Aktualität

 

Vortrag von Prof. Hans-Gerd Winter

Johannes Kirchberg (Klavier und Gesang)

 

Donnerstag 18. November 2021

18:00 Uhr

Carl-Toepfer-Stiftung

Peterstraße 28

20355 Hamburg

Schischyphusch oder: Ich will aber auch Sahne!

Monodrama mit Objekttheater

 

Unter der Oberfläche einer Slapstick-Episode erzählt Wolfgang Borchert in der Kurzgeschichte »Schischyphusch« von der Realität des ersten Weltkrieges aus den Augen eines Kindes und von der existenziellen Schwierigkeit, den eigenen Erfahrungshorizont mit anderen Menschen zu teilen. Diese Erzählung nimmt Ulrike Schlue zum Anlass, um Stationen aus ihrer eigenen Theaterlaufbahn Revue passieren zu lassen. Sie erzählt in ihrem Monolog autobiografisch von einem Leben als Schauspielerin, von Männerschicksalen, Rebellion und Himbeerkuchen. Es begegnen sich ZeitgenossInnen aus verschiedenen Epochen, und letztendlich macht sie das Publikum zum Zeugen, wie es ihr gelang, durch Verteidigung des eigenen Anspruchs und oft auf unkonventionellen Wegen eine Berufung zum Beruf zu machen.

 

Samstag, 08. Mai 2021, 19:50 Uhr

Livestream (präsentiert wird ein 15-minütiger Ausschnitt aus einem 50 Minuten umfassenden Programm)

Then the Head was Kaputt

An Introduction to Wolfgang Borchert with Professor Gordon Burgess:

»Wolfgang Borchert: War Experiences and the Making of Literature«

 

Goethe Zentrum Atlanta – German Cultural Center

 

Samstag 15. Mai 2021

21:00-22:00 MESZ (3:00-4:00 pm EDT)

Online via Zoom

 

On Saturday, May 15 at 3 pm Goethe-Zentrum patrons will have the unique honor to learn about the life and works of Wolfgang Borchert from leading Borchert researcher, Professor Gordon Burgess.

 

The virtual event is free to attend, but attendees must register in advance to receive the Zoom Meeting ID and password.

 

Contact: info@goetheatlanta.org

 

 

Eine weitere Veranstaltung befasst sich mit der künstlerischen Verarbeitung traumatischer Kriegserlebnisse - unter anderem an den Beispielen Wolfgang Borchert und Joseph Beuys:

 

Show your Wound

 

Conceptual artist Joseph Beuys (12 May 1921 – 23 January 1986) and writer Wolfgang Borchert (20 May 1921 – 20 November 1947) both suffered severe trauma during World War II and processed their experiences by creating art. After a year of collectively experiencing COVID-19 and the toll it has taken on our mental health, the Goethe-Zentrum wishes to take the opportunity to ask if and how art can heal PTSD, trauma, and wounds of the mind in the broadest sense.

We have assembled a panel of accomplished artists, many of whom are veterans themselves, to help us find an answer.

This event will be 100% virtual via Zoom and is free to attend, but registration is required in advance to receive the meeting ID and password. Registration closes at event start time.

 

Beginn:

deutsche Zeit (MESZ): Freitag 21. Mai 2021, 02:00 Uhr

Ortszeit (EDT): Donnerstag 20. Mai 2021, 20:00 Uhr

Wenn Gott schweigt – Antworten von Wolfgang Borchert und Dietrich Bonhoeffer auf die Gottlosigkeit ihrer Zeit

Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Benedict

 

Der Hamburger  Dichter Wolfgang Borchert und der in Breslau geborene Theologe Dietrich Bonhoeffer waren in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs zur selben Zeit in Berlin – unweit voneinander entfernt – inhaftiert.  Beide haben  in der gefühlten Gottlosigkeit ihrer Zeit versucht, glaubend und zweifelnd an Gott festzuhalten, bis es nicht mehr ging.

Der Theologe und Friedensforscher Prof. Dr. Benedict  versucht,   ihre  Gedanken  wie die prognostizierte Religionslosigkeit Bonhoeffers und Borcherts »Gott, an den keiner mehr glaubt« in einen fiktiven Dialog zu bringen, die für den heutigen Umgang mit Gottlosigkeiten hilfreich sein können.

 

Veranstalter: evangelische Tabita-Kirchengemeinde Ottensen-Othmarschen

Moderation: Pastor Matthias Kaiser

Donnerstag 20. Mai 2021, 19:30-21:30 Uhr

Online-Veranstaltung auf Zoom; Anmeldung per Mail

Teilnahme kostenlos, Spenden erwünscht

»Jugenddramen« wieder lieferbar

Nachdem der 2007 erschienene Privatdruck der »Jugenddramen« vergriffen war, ist im März 2019 die zweite, unveränderte Auflage erschienen. Sie ist für 19 Euro ausschließlich über die Borchertgesellschaft zu beziehen. Bitte wenden Sie sich per Mail bzw. Nachricht über das Kontaktformular an die Gesellschaft.

Auf den Spuren von Wolfgang Borchert

Ein literarischer Spaziergang durch Eppendorf

 

Die Geschichtswerkstatt Eppendorf – ehemals Stadtteilarchiv Eppendorf – veranstaltet von Zeit zu Zeit den klassischen Rundgang »Auf den Spuren von Wolfgang Borchert«. An seinem Geburtshaus beginnend, führt der literarische Spaziergang etwa zwei Stunden lang durch Eppendorf zu Orten, die bekannte und auch unbekannte Seiten des »poetischen Schwärmers«, des Schauspielers und des Kabarettisten zeigen, und die in seinen literarischen Arbeiten auf verschiedene Weise verewigt sind.

 

nächste Termine:

 

Sonntag, 5. September 2021, 15:00 Uhr

Sonntag, 3. Oktober 2021, 15:00 Uhr

 

Weitere Termine auf Anfrage

 

 

Treffpunkt: Tarpenbekstraße 82

am Geburtshaus von Wolfgang Borchert

Kostenbeitrag: 6 Euro

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Eppendorf e.V.

Anmeldung ist unbedingt erforderlich; alle Informationen hier oder per Mail

 

Die normalerweise ein Mal im Monat angebotene Führung durch den unterirdischen Luftschutzbunker Tarpenbekstraße

Die »Subbühne« – ein anderes Mahnmal für Wolfgang Borchert

kann wegen der Corona-bedingten Abstandsregeln bis auf Weiteres leider nicht stattfinden. Bitte informieren Sie sich auf der Website der Geschichtswerkstatt über die aktuellen Termine.

 

Treffpunkt: Röhrenbunker Tarpenbekstraße 68 / Ernst-Thälmann-Platz

»Meine Seele ist noch unterwegs«

Johannes Kirchberg singt und spricht Wolfgang Borchert

 

Verliebt ins Leben, die Liebe und in die Elbe schrieb er anrührende Gedichte über das Meer, die Sehnsucht und seine Heimatstadt Hamburg. Der Wahlhamburger Johannes Kirchberg verleiht ihnen durch seine Musik einen ganz besonderen Klang. Die Verse des ungeduldigen 'Neinsagers' und die an das klassische Chanson angelehnten Interpretationen Kirchbergs verzahnen sich zusammen mit Auszügen aus Briefen zu einem höchst aktuellen Borchert-Programm.

 

Der Titel des Borchert-Programms entstammt dem Gedicht »In einem Wirtshaus beim Steinhuder Meer«. Sehen Sie hier das Video auf dem Youtube-Kanal von Johannes Kirchberg. Dort finden Sie auch seine »kleine Liebeserklärung an Hamburg und an Wolfgang Borchert«: In Hamburg.

 

Nächste Vorstellungen:

 

Montag 31. Mai 2021: Hamburg, Elbphilharmonie (Kleiner Saal)

Montag 27. September 2021: Born, Fischerkirche

Freitag 3. Dezember 2021: Mainz, Kabarettarchiv

 

»Hamburger Leseheft« zu »Draußen vor der Tür« – eine Warnung

Im Verlag Hamburger Lesehefte, der zur Verlagsgruppe Husum gehört, sind zwei Hefte mit Werken Borcherts erschienen, eines mit Erzählungen, ein weiteres mit »Draußen vor der Tür«. Diese preisgünstigen Hefte richten sich an Schulklassen und umfassen neben dem Text jeweils auch ein Nachwort.

Das Nachwort zu »Draußen vor der Tür« instrumentalisiert die Figur des Beckmann für eine Tirade gegen ein als »widerwärtig« bezeichnetes heutiges Europa und gegen eine Politik, die vom Krieg betroffenen Menschen – Ausgestoßenen – zu helfen versucht. Der – teilweise als rhetorische Fragen verpackte – Tenor des Nachworts lenkt das Denken der Leserinnen und Leser in eine Richtung, die mit der humanen Botschaft von Borcherts Werk nicht vereinbar ist.

Die Borchertgesellschaft wie auch einzelne Personen haben sich diesbezüglich an den Verlag gewandt, der darauf nicht reagiert hat.

Die Borchertgesellschaft sieht sich daher gezwungen, vor dem Kauf dieses Lesehefts zu warnen. Sie finden das Schreiben des Vorsitzenden an den Verlag und einige erläuternde Ausführungen in der pdf-Datei.

Stellungnahme des Vorsitzenden zu den Hamburger Leseheften
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Hayır de – Sag Nein!

Ein beeindruckendes Video brach in der Türkei Anfang Februar 2017 alle Rekorde. Der türkische Regisseur und Schauspieler Genco Erkal las aus Wolfgang Borcherts »Dann gibt es nur eins« mit seinen wiederkehrenden Aufforderungen: »Sag Nein!«.

Dieses »Sag Nein!« wurde generell auf die »Nein«-Kampagne zum Referendum in der Türkei bezogen, mit dem der derzeitige Präsident Erdoğan die Alleinherrschaft erreichen wollte.

 

Das Video ist hier zu sehen.

Wolfgang Borchert bei jungen Autoren – ein Beispiel

Der junge Erfolgsautor Benjamin Lebert (Crazy, 1999) hat mit Im Winter dein Herz seinen vierten Roman veröffentlicht. In seinem dritten Roman Kannst du bezieht er sich auf Wolfgang Borchert. Nach der Buchpremiere von Im Winter dein Herz am 22.2.2012 im Hamburger Literaturhaus bekennt er sich, auf Borchert angesprochen, zu diesem als einem seiner großen Vorbilder. Ein Treffen mit einer Journalistin des Hamburger Abendblattes verlegt er an das Grab Borcherts im Ohlsdorfer Friedhof. Er legt dort Blumen ab und zitiert den Autor: »’Was morgen ist, auch wenn es Sorge ist, ich sage ja!’ Ich fühle mich ihm verbunden, seinem ‚Trotzdem’«, heißt es im Bericht darüber am 05.03.2012. Lebert teilt mit Borchert die positive Einstellung zum Leben, den unbedingten Lebenshunger, aber auch die Erfahrung der Entfremdung zwischen den Menschen, der existenziellen Einsamkeit des Einzelnen und die Suche nach Heimat.

Wolfgang Borchert auf youtube

Stöbert man in youtube, stellt man fest, Borchert ist hier überraschend viel und mit interessanten Projekten und Aufführungen vertreten.

Sie finden dort Lesungen, Videoproduktionen und Filme zu seinen Kurzgeschichten und zu Sag nein!

Zum Teil handelt es sich um Schülerproduktionen, andere Filme sind hoch professionell. Ferner findet man Kurzfilme zu diversen älteren und neueren Aufführungen von Draußen vor der Tür im In- und Ausland, zum Beispiel in Mainz und Hamburg 2011. Die Kurzfilme zu einigen Aufführungen stammen zum Teil von Schülern und Studenten. Unter anderem wird auf drei Aufführungen im Jahr 2011 hingewiesen, die bislang nicht auf unserer Liste standen: von der Theater Fabrik Sachsen der Theaterfachschule in Leipzig (Premiere am 10.02., Regie Holger-Hoppla Pester), in der Hofkirche Luzern/Schweiz am 9. und 10. April und im Hubertussal im Gostenhof in Nürnberg (Premiere am 18.10., Regie Barish Karademir).

Das für die Borchert-Fans und auch für diejenigen, die zu Borchert wissenschaftlich arbeiten, interessanteste Dokument ist der Dokumentarfilm, der im 40. Todesjahr Borcherts 1987 für den NDR produziert und unter anderem über 3sat gesendet wurde (Regie: Hans Emmerling). Unter anderem treten auf Axel Eggebrecht, Ida Ehre, Inge und Walter Jens, Peter Rühmkorf, Hans Quest, Irmgard Schindler, Heidi Boyes, Hertha Borchert und Hanns Dieter Hüsch. Die Aussagen der Zeitzeugen ergeben ein facettenreiches Bild des Autors, seines Werkes und der Umstände, in denen er lebte.

 

Hans-Gerd Winter

Wo lebte Wolfgang Borchert?

Wollen Sie auf den Spuren von berühmten Dichtern und anderen historischen Persönlichkeiten durch Hamburg flanieren, dann schauen Sie in den handlichen Führer Wer lebte wo in Hamburg? von Christiane Kruse, erschienen im Verlagshaus Würzburg. Sie entdecken, wo die Personen wohnten, und erhalten eine kurze Information zu Biographie und Werk – zum Beispiel natürlich zu Borchert. Insgesamt sowohl informativ als auch unterhaltsam! Der Führer ist auch im Borchert-Archiv vorhanden.

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Bereits stattgefundene Veranstaltungen und andere vormals aktuelle Meldungen der Gesellschaft finden Sie im Veranstaltungsarchiv

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