Veranstaltungsarchiv: seit 2020

Hier bieten wir Ihnen einen Überblick über zurückliegende Veranstaltungen seit Anfang 2020. Veranstaltungen vor 2020 finden Sie hier; Ankündigungen finden Sie unter »Aktuelles«.

Literarischer Spaziergang am 29. Mai 2026

Begegnungen mit den Autoren im Dichterwinkel des Friedhofs Ohlsdorf

„Hamburg. Das sind die tropischen Bäume, Büsche und Blumen

des Mammutfriedhofs, dieses vögeldurchjubelten gepflegtesten

Friedhofs der Welt…“

(W. Borchert)

In seinem idyllischen „Dichterwinkel“ liegen niederdeutsche Dichter, aber auch Wolfgang Borchert und ihn lesende Schauspieler wie Carl Voscherau, Kritiker wie Helmut Karasek u.a.

 

Führung: Prof. Dr. Hans-Gerd Winter

 

Begleitung: Carolin Sauer (St. Katharinen), Bernd Kraske (Borchert-Gesellschaft), Marion Gretchen Schmitz (Lesungen). Alexander Paperny (Balalaika). Am Schluss kurze Lesung mit Musik auf dem nahen Hügel.

Veranstalter:

Gemeinde der Hauptkirche St. Katharinen

Internationale Wolfgang-Borchert-Gesellschaft

 

Freitag, 29. Mai 2026

 

Treffpunkte: St. Katharinen 16.00

Infohaus am Friedhof Ohlsdorf 16.45

 

»Wir sagen, brüllen, seufzen: Elbe.«

Wolfgang Borchert mit Hans Leip, Joachim Ringelnatz und Peter Rühmkorf

Musikalische Lesung, begleitet von improvisiertem Skizzieren.

 

Besinnliches und heiteres, preisendes und parodistisches, lautes und leises Anrufen von Elbe, Hafen und Hamburg im Rahmen des Literaturfestivals »Hamburg liest die Elbe«:  Lesung, Gesang, Musik und aktuelle Malerei.

 

Marion Gretchen Schmitz (Lesung)

Johannes Kirchberg (Lesung, Klavier)

Alexander Paperny (Balalaika)

Pavel Ehrlich (Malerei)

Hans-Gerd Winter (Dramaturgie)

 

Eine Veranstaltung der Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky 

 

Eintritt frei, Spenden erbeten

 

Dienstag 20. Mai 2025 19:00 Uhr

Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

20146 Hamburg

Direkteingang von der Grindelallee

Barrierefreier Zugang über Von-Melle-Park 3

Borchert in der Box: Ein nachgelassener Schatz und dessen Hebung

Im Jahr 1976 übergab Hertha Borchert, die Mutter des legendären, jung verstorbenen Schriftstellers Wolfgang Borchert (1921-1947), der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) den Nachlass ihres Sohnes. Und der hatte es in sich: Neben klassischem Nachlassmaterial wie Manuskripten und Briefen hütete die SUB fortan auch Borcherts Bibliothek, einige Möbel und persönliche Gegenstände wie seine Tabakpfeife oder ein getrocknetes Seepferdchen.

Dr. Konstantin Ulmer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit in der SUB und Kurator der 2021 eröffneten Dauerausstellung in der »Borchert-Box«, spricht über den Autor, dessen Nachlass und das innovative Ausstellungsformat. Für Interessierte bietet er im Anschluss eine Führung an.

 

Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky. Der Eintritt ist frei.

 

Mittwoch 13. November 2024 18:00 Uhr

 

Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Laternenträume - Gedichte von Wolfgang Borchert illustriert von Roberta Bergmann

Am Mittwoch, 24.04.2024 um 18.00 Uhr stellt die Illustratorin Roberta Bergmann ihre Arbeit an dem gerade im Kunstanstifter Verlag erschienenen Gedichtband „Laternenträume. Gedichte von Wolfgang Borchert“ in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky vor. Im Gespräch mit Vertreter*innen der Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft e.V. und der Hamburger Staatsbibliothek zeigt die Illustratorin den Entstehungsprozess der analogen Zeichnungen hin zu einem fertigen Buch. Ebenfalls an diesem Abend wird es für Interessierte eine Führung durch die "Borchert-Box" geben, die Einblicke in Leben, Werk und Wirkung des Hamburger Autors erlaubt. Im Anschluss an die Veranstaltung kann in dem Buch geblättert, von der Illustratorin signiert und gekauft werden.

 

Das lyrische Werk des Schriftstellers Wolfgang Borchert erzählt u.a. von seiner Heimatstadt Hamburg, dunklen Abenden und Nächten, von Liebe, Rausch und Abschied. Die Gedichte lesen sich wie ein Streifzug durchs Laternenlicht der Stadt, hin- und hergerissen zwischen Melancholie und Lebenshunger. Wolfang Borcherts Texte begleiten die Illustratorin Roberta Bergmann schon seit ihrer Jugend. Um sein lyrisches Werk zu ehren, hat sie frei und experimentell Illustrationen geschaffen, die Borcherts Gedichte visuell ergänzen, weitererzählen und so näher in das den Abend überstrahlende Laternenlicht rücken.

 

Jahresheft-Doppelband unter den sieben für den Buchpreis »HamburgLesen« nominierten Büchern

»Lesen Sie bloß diesen Borchert!« Mit diesem Appell schloss Dr. Alexander Extra, Jury-Mitglied und Initiator des Buchpreises »Hamburg Lesen« am Freitagabend, den 03.11.2023 die Laudatio für den nominierten Doppelband des Jahresheftes der Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft »Horch hinein in den Tumult Deiner Abgründe!« Wolfgang Borchert - Werk und Aktualität.

»In dem vorliegenden Jubiläums-Doppelband zum 100. Geburtstag und 75. Todestag lebt Borchert erneut auf« und gibt gleichermaßen Einblick in die »künstlerische Vielfältigkeit, die Zerrissenheit wie auch in das leidenschaftliche Kurzlebenswerk« des jungen Hamburger Autors, das von »Lebenshunger, Hoffnung und einem eindrucksvollen "Trotzdem"« gekennzeichnet ist, so Extra. Und ergänzt: »Dieses besondere Jahresheft ist – auch aufgrund seiner Aktualität – ein kleines Manifest.«

Zusammen mit sechs anderen Büchern, die sich in herausragender Weise mit dem Thema Hamburg befassen, war unser besonderes Jahresheft im 11. Jahr von »HamburgLesen« unter den sieben nominierten Titeln der Shortlist. 

Zwar haben wir nicht den ersten Platz belegt, aber wir freuen uns sehr über die Nominierung!

Unser Glückwunsch geht an den Gewinner des diesjährigen Buchpreises: »Hafenkrankenhaus Hamburg. Polizeikrankenhaus Unfallchirurgie Gesundheitszentrum. 1900-1997« (Dirk Lau).

Die nominierten Titel des 11. Buchpreises »HamburgLesen« 2023

Prof. Dr. Hans-Gerd Winter, Herausgeber des Bandes »Horch hinein in den Tumult Deiner Abgründe« und stv. Vorsitzender der Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft e.V.

Laudator Dr. Alexander Extra, Initiator des Buchpreises

Prof. Robert Zepf, Leitender Direktor der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

»Im Westen nichts Neues«

Lesung von Johann Voß am Grab Wolfgang Borcherts

Am 4. Mai 2023 liest der Schauspieler und Sprecher Stephan Schad in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg aus Wolfgang Borcherts Texten und seinem Manifest gegen den Krieg, die kürzlich in einer bibliophilen Ausgabe bei GOYA erschienen sind.

 

Im Anschluss an die Lesung gibt es eine Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Hans-Gerd Winter und Dr. Melanie Mergler, beide Vorsitzende der Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft e.V.

 

Donnerstag 4. Mai 2023 19:00 Uhr

 

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

 

Eintritt: Auf freiwilliger Basis

(Die Einnahmen werden an die UNICEF gespendet, die Nothilfe für Kinder in der Ukraine leistet.)

Draußen vor der Tür – im Theater das Zimmer

Anlässlich des Jahrestages der Hörspielfassung von »Draußen vor der Tür« im Februar zeigt das einzige Zimmertheater Hamburgs Borcherts Heimkehrerstück, das heute wieder aktueller denn je ist. In der Inszenierung des Hamburger Regisseurs Björn Kruse wird eine hochaktuelle Zimmertheaterfassung mit drei Schauspieler*innen gezeigt, die durch die Nähe zwischen Akteuren und Zuschauenden eine einzigartige Intensität erhält.

 

In Kooperation mit der IWBG

 

Mit Jascha Schütz, Erika Döhmen und Dominik Velz

Regie: Björn Kruse

 

Premiere:

Mittwoch 1. Februar 2023 um 20:00 Uhr

 

Weitere Vorstellungen bis 19. Februar 2023

Mi-Sa jeweils um 20:00, So um 16:00

 

Theater das Zimmer

22111 Hamburg, Washingtonallee 42

 

Neues Vorstandsgremium der Borchertgesellschaft gewählt

 

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft e.V. ist Frau Dr. Melanie Mergler am 26.11.2022 zur ersten Vorsitzenden gewählt worden. Als erste Frau übernimmt sie diese Position von Prof. Dr. Hans-Gerd Winter, der dieses Amt seit 1995 ausgeübt hat. Die weiteren Mitglieder des Vorstandes sind Bernd Kraske (1. stv. Vorsitzender), Prof. Dr. Hans-Gerd Winter (2. stv. Vorsitzender), Dr. Julia Moritz (Schatzmeisterin), Mathias Remling (Schriftführer), Dr. Konstantin Ulmer und Johannes Bonow.

 

Als »Team Borchert« freuen sich sowohl die neuen als auch die langjährigen Vorstandsmitglieder darauf, das Leben und das Werk Borcherts einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Veranstaltungsplanung für 2023 ist bereits in Vorbereitung.

 

Weitere Informationen zu Borchert und zu einer Mitgliedschaft in der Gesellschaft unter https://www.borchertgesellschaft.de/

 

B. Kraske, H.-G. Winter, J. Moritz, M. Mergler, K. Ulmer, M. Remling

(v.l.n.r., nicht mit auf dem Foto: J. Bonow)

Draußen vor der Tür – Das Live-Hörspiel

Regie: Kai Wessel

Dramaturgie: Sonja Valentin

Musik: Jens Grötzschel

Geräuschemacher: Peter Sandmann

Mit: Jonas Nay, Carlotta Freyer, Jerry Hoffmann, Hannelore Hoger, Christian Redl, Stefan Gwildis, Riccardo Ferreira

Vorstellung am 21. November 2022 -19:30 Uhr

 

Live-Hörspiel anlässlich der Uraufführung von »Draußen vor der Tür« am 21. November 1947

 

Genau am 21. November 2022, also 75 Jahre nach der Uraufführung von Draußen vor der Tür, wird die Bühne der Hamburger Kammerspiele noch einmal zum Schauplatz für Wolfgang Borcherts Anti-Kriegsstück: in Form eines Live-Hörspiels.

Als Borchert Ende 1946 einer befreundeten Mitarbeiterin des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) das Manuskript seines Theaterstücks zum Lesen gab, ahnte er noch nicht, wie schnell man im Sender darauf reagieren würde. Der zuständige Hörspiel-Dramaturg Ernst Schnabel bat den jungen Autor um die Rechte, und schon am 13. Februar 1947 wurde Draußen vor der Tür ausgestrahlt. Den (lebens)müden Kriegsheimkehrer Beckmann sprach Hans Quest, der später auch die Rolle auf der Bühne spielte.Die Reaktionen auf die Ursendung waren heftig, wovon zahlreiche Leserbriefe an den NWDR zeugen. Viele, vor allem junge Männer, identifizierten sich mit Beckmann und erklärten Wolfgang Borchert zum Sprecher ihrer „verlorenen“ Generation.Von der enormen Weitsicht Borcherts und der Alterslosigkeit seines Textes kann sich das Publikum bei dieser einmaligen Aufführung der Original-Hörspiel-Fassung von Draußen vor der Tür überzeugen.

Lesung im Eppendorfer Röhrenbunker

Christoph Schröder liest Gedichte und Ausschnitte aus Borcherts Prosawerken an einem besonderen Ort – dem Eppendorfer Röhrenbunker nahe Borcherts Geburtshaus.

 

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Eppendorf

 

Sonntag 20. November 2022 15:00 Uhr

 

Tarpenbekstraße 68 / Ernst-Thälmann-Platz, Röhrenbunker

 

Eintritt frei

Bitte melden Sie sich per Mail oder unter 040 / 780 50 40 30 an

Warme Kleidung wird empfohlen

Website der Geschichtswerkstatt zu Wolfgang Borchert

»Schrei dein Herz den Sternen entgegen, Bruder Fremdling du.«

Geschichten, Gedichte und Briefe Wolfgang Borcherts

 

Es lesen Marion Gretchen Schmitz und Bernd Lange

Akkordeon: Natalie Boettcher

 

Dramaturgie: Hans-Gerd Winter

Management: Frank Engelbrecht, Melanie Mergler

 

Eine Veranstaltung der Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft

 

Mittwoch, 28. September 2022, 19:00 Uhr

Flussschifferkirche

Hohe Brücke 2, 20459 Hamburg

  

Marion Gretchen Schmitz ist Schauspielerin und Sprecherin und neben diversen Film- und Theaterengagements als Sprecherin für Hörbuch, Hörspiel, Voice Over und Synchron tätig; im Film zuletzt in Großstadtrevier, auf der Bühne als Turandot in Turandot oder der Drachenthron von Wolfgang Hildesheimer sowie als Else Lasker-Schüler in Mein Herz?! - Keinem! im Logensaal in den Hamburger Kammerspielen.

 

Bernd Lange, 1951 in Kirchhain geboren, studierte nach verschiedenen beruflichen Versuchen auf den Gebieten der Kybernetik und Psychologie von 1975 bis 1978 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Er war Teilnehmer an Gisela-May-Seminaren, absolvierte eine ergänzende Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar. Von 1978 bis 2021 war er am DNT fest engagiert und bleibt dem Haus weiterhin als Gast verbunden. Zu seinen wichtigsten Rollen gehören der Orest aus Goethes »Iphigenie auf Tauris«, Hagen aus Volker Brauns »Nibelungen«, Truffaldino aus »Diener zweier Herren« von Goldoni, Peachum aus Brechts »Dreigroschenoper«, Malvolio aus »Was ihr wollt« von Shakespeare, Schlomo Herzl aus »Mein Kampf« von Georg Tabori, Miller aus Schillers »Kabale und Liebe«, John aus Hauptmanns »Die Ratten« sowie David aus »Sommersalon« von Colline Serreau. Älteren Mitgliedern der Borchert-Gesellschaft dürfte Lange als maßgeblicher Teilnehmer am Borchert-Programm der Gruppe Bayon bekannt sein (Konzert auch in Schloss Reinbek),  das diese schon kurz vor dem Ende der DDR aufführte. Kontinuierlich entwickelte er zudem eigene literarisch-musikalische Programme mit wechselnden Musikerformationen, z.B. zu Wolfgang Borchert: »Gespräch über den Dächern«.

 

Natalie Boettcher ist in der Hamburger Musikszene bestens vernetzt. Sie wirkte an Veranstaltungen u.a. im Ohnsorg Theater, Schmidt-Theater, Ernst Deutsch Theater, in der Laeiszhalle und im Torhaus Wellingsbüttel mit. Ferner trat Natalie Boettcher zuletzt u. a. beim Hamburger Hafengeburtstag, beim See#Stadtfest Bremerhaven und dem Chorfestival in Travemünde auf. Neben Tourneen mit André Eisermann und dem legendären »Balagan« begleitete sie namhafte Künstler wie Ulrich Tukur, Dominique Horwitz, Etta Scollo und Stefan Gwildis.

75 Jahre »Draußen vor der Tür«

Ein Hörer*innenbriefe-Countdown zum Jubiläum

 

Am 13. Februar 1947 wurde »Draußen vor der Tür« als Hörspiel im Programm der Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) uraufgeführt. Es endete mit Beckmanns Schlussschrei:

»Warum schweigt ihr denn? Warum? Gibt denn keiner Antwort? Gibt keiner Antwort? Gibt denn keiner – keiner – Antwort?«

Die Antworten kamen. Haufenweise landeten sie unmittelbar nach der Ursendung in der Redaktion des NWDR und sind bis heute im Wolfgang-Borchert-Archiv der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) einsehbar. Als zeitgeschichtliches Zeugnis sind sie von großem Wert.

Die SUB veröffentlicht auf ihrer Website eine Auswahl dieser Briefe und verlinkt zur Originalfassung des Hörspiels und zum Podcast des NDR von 2021.

HEUTZUTAGE

Vom 15. Januar bis zum 20. Februar 2022 zeigte die Staats- und Universitätsbibliothek »Carl von Ossietzky« Arbeiten aus dem Studiengang Illustration der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg zu Borchert und seinen Texten.

Borchert_Heutzutage_Flyer_1.pdf
Adobe Acrobat Dokument 588.7 KB

8. Mai 2021 / 1945

Der 8. MaI, Tag des Kriegsendes, war für Wolfgang Borchert ganz existenziell ein Tag der Befreiung. Es hat lange gedauert, bis er als solcher von einer breiten Mehrheit anerkannt wurde. Es bleibt auch heute wichtig, an ihn zu denken – einerseits wegen des Weltkrieges und der Verbrechen, die davor passierten, andererseits weil er ein wichtiges Datum bildet, ohne das unsere demokratische Gesellschaft heute nicht zu denken ist, die immer bedroht bleibt.  Die Hamburger seien auf die Aktivitäten um den 8. Mai herum hingewiesen, die auf dieser Website des »Hamburger Ratschlags« nachzulesen sind.

2021 – Veranstaltungen im 100. Geburtsjahr von Wolfgang Borchert – 2021

Hamburg liest Borchert

Rund 30 Buchhandlungen, Vereine, Organisationen (darunter die Borchertgesellschaft) präsentieren mit Unterstützung der Hamburger Kulturbehörde das Literaturfest »Hamburg liest Borchert«:

 

Vom 17. bis zum 23. Mai 2021 - mit einer Übersicht im Internet.

»Wundbilder«

Ausstellung der Gemälde von Walter Raum mit Bezug auf Wolfgang Borchert

 

Der süddeutsche Maler Walter Raum arbeitete seine traumatischen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg in einer Serie abstrakter Bilder ab. Er sah in Borchert einen Gleichgesinnten.

 

 

Ausstellungsraum der Staats- und Universitätsbibliothek »Carl von Ossietzky«

Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

 

Information zur Ausstellung

»Lebe, liebe, leide und schreibe«

Wolfgang Borchert im 100. Geburtsjahr

Eine Lesung mit Musik

 

Lesende: Stella Roberts, Jens Wawrczek

Natalie Böttcher (Akkordeon)

Johannes Kirchberg (Klavier)

Organisation und Dramaturgie: Sonja Valentin, Hans-Gerd Winter

 

Dienstag 20. April 2021, 19:30 Uhr

Theater im Zimmer, Aufzeichnung hier abrufbar

 

Eine Veranstaltung der Borchertgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek »Carl von Ossietzky« Hamburg 

»Die Professoren wissen auch nix«

Lesung und kleines Kolloquium zu Wolfgang Borcherts 100. Geburtstag

 

18:00: Caroline Kiesewetter liest Wolfgang Borchert

»Die Professoren wissen auch nix«

»Der Stiftzahn oder Warum mein Vetter kein Rahmbonbon mehr isst«

 

ab etwa 19 Uhr: Vorträge (ca. 20 Minuten) und Diskussion:

 

Konstantin Ulmer (Hamburg)

Vorstellung der Borchert-Box der Staats- und Universitätsbibliothek »Carl von Ossietzky«

 

Gordon Burgess (Aberdeen)

»Mehr nicht. Es genügt.« – Wolfgang Borcherts Arbeit als Lektor im Lichte seiner Schriftstellerpraxis 

 

Hans-Gerd Winter (Hamburg)

»Horch hinein in den Tumult Deiner Abgründe!« – Wolfgang Borchert und die Schuld in Krieg und Diktatur

 

Hermann Breitenborn (Hamburg)

Die Borchert-Filme von Michael Blume

 

Diskussionsleitung: Bernd Kraske (Hamburg)

 

Montag 26. April 2021, 18:00 Uhr

 

Die Beiträge sind im Jahresheft der Gesellschaft 2021/2022 abgedruckt. Mitglieder der Gesellschaft haben es kostenlos erhalten. Andere Interessierte können es bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erwerben.

»Dies kostbarkurze Leben«

Im Herbst 2020 erschien rechtzeitig zum 100. Geburtstag Borcherts 2021 im Osburg Verlag, Hamburg der erste Roman über ihn: FRAUKE VOLKLAND: DIES KOSTBAR KURZE LEBEN. Er behandelt die letzte Lebensphase Borcherts im Clara-Spital, Basel: der sterbende Dichter in einem Krankenhaus, in dem er sich verloren fühlt, und in einem fremden Land. Das fiktive Geschehen knüpft an historische Fakten an. Sein Reiz für den Leser liegt darin, dass es die Frauen präsentiert, die in dieser Zeit Kontakt zu dem Kranken hatten, und den Dichter, der um ihre Zuneigung und Liebe wirbt. Zugleich lässt Volkland Borchert als einen von Kriegs- und Gefängniserfahrungen Gezeichneten agieren und fühlen. Die Erzählperspektive liegt überwiegend bei ihm, der trotz zunehmender Schwäche Lebenshunger und -lust empfindet. Die Zahl der Dokumente über die letzte Lebensphase Borcherts ist überschaubar, hier wird sie in lebendiger Erzählung konkret.

Der Roman über Borchert ist Frauke Volkslands zweites fiktionales Werk. Davor erschien der Roman „Eisvogelblau“ (2019).

Lesung der Historikerin und Autorin Frauke Volkland aus ihrem Roman über die letzten Lebenswochen Borcherts im Claraspital Basel und seine Beziehungen zu Briefpartnerinnen und -partnern.

Leitung: Hans-Gerd Winter, Wolf Osburg

Büchertisch der Heinrich-Heine-Buchhandlung

 

Donnerstag 27. Mai 2021

 

Draußen vor der Tür – Ein Tonfilm nach Wolfgang Borchert

Deutsches Nationaltheater Weimar

Durch die andauernde Corona-Pandemie konnte die Premiere nicht, wie ursprünglich geplant, im Februar 2020 stattfinden. Regisseur Marcel Kohler und sein Team haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Arbeit an »Draußen vor der Tür« anderweitig fortzusetzen. Inspiration bot hier der Autor Wolfgang Borchert selbst. Mit seinem Eingangstext im Kopf, dass »ein Mann nach Deutschland kommt und dort einen ganz tollen Film erlebt«, widmen sich Regieteam und Ensemble dieser anderen Visualisierung. Gleichwohl wird sich dies als Spagat zwischen Bühne und Film gestalten.

Im Borchert-Jahr, dessen Geburtstag sich zum 100sten Mal jährt, ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Drama geradezu verpflichtend. Wenn Forschung und Literaturgeschichte den Text bereits auf vielfältige Weise diskutiert und auch kritisiert haben, die darin artikulierte Dringlichkeit des jungen Autors, der selbst Kriegsheimkehrer war, blieb und bleibt auch 74 Jahre nach Erscheinen des Dramas unangefochten.

Der Film versteht sich als eine ästhetische und formale Annäherung an eine Geschichte, in der Beckmann wie auch das Stück, dessen Protagonist er ist, seit 1947 seinen Gang unentwegt fortsetzt und kein Obdach finden darf. Denn das hieße, dass die tatsächliche politische Geschichte, die weit über Beckmanns Schicksal hinausweist, zu einem logischen Schluss und damit zu einem Ende der Vergangenheitsbewältigung gekommen wäre.

Informationen zum Projekt hier.

 

Deutsches Nationaltheater Weimar

Regie: Marcel Kohler

Weitere Veranstaltungen in Weimar

19. Oktober bis 2. Dezember 2021, jeweils montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr

Wolfgang Borchert – Leben, Werk, Wirkung

Ausstellung in der Universitätsbibliothek (Steubenstraße 6)

Vernissage: 19. Oktober um 17:00 Uhr mit Bernd Kraske (stellv. Vorsitzender der Borchertgesellschaft)

Veranstalter: Thüringer Literaturrat e.V., Bauhaus-Universität Weimar, Stadt Weimar, Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky Hamburg, Evangelische Kirche Mitteldeutschland

Wolfgang-Borchert-Bogen – eine neue Straße in Weimar

Die Stadt Weimar wird im Neubaugebiet Am Kirschberg eine Straße nach Wolfgang Borchert benennen. Der Wolfgang-Borchert-Bogen verläuft nördlich der Eduard-Rosenthal-Straße.

Zwischen Wismar und Zittau gibt es bisher nur drei nach Wolfgang Borchert benannte Straßen: in Rostock, Halle und Altenburg. Weimar ist die erste Stadt mit einem biografischen Bezug zum Namensgeber.

Borchert-Veranstaltungen Stand 20210408.
Adobe Acrobat Dokument 13.4 MB

 ... und außerdem ...

»... der Worte spricht, die scharf wie Scherben ...«

Doppelausstellung im Schloss Reinbek:

Wolfgang Borchert: Vita - Werk - Wirkung

Gertraud M. Baudy: Atmen Sehen Gehen - Schriftbilder zu Wolfgang Borchert

 

Die Sammlung Italiaander - Reinbeks Forum der Völker - zeigt vom 22. August 2021 bis zum 17 Oktober 2021 im Schloss Reinbek als Doppelausstellung:

 

»... der Worte spricht, die scharf wie Scherben ...«

Wolfgang Borchert – Vita - Werk - Wirkung

Eine Ausstellung von Bernd M. Kraske

 

Atmen Sehen Gehen

Schriftbilder zu Wolfgang Borchert

Gertraud M. Baudy

 

Sonntag 22. August 2021 um 11:30 Uhr

Vernissage und Einführung (Bernd M. Kraske)

 

Sonntag 29. August 2021 um 11:30 Uhr

»Draußen vor der Tür« - Anmerkungen zur Hörspiel-Rezeption

Vortrag von Bernd M. Kraske

 

Sonntag 3. Oktober 2021 um 11:30 Uhr

Öffentliche Führung mit Kurator Bernd M. Kraske

 

Ausstellung jeweils mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Schloss Reinbek

Schloßstraße 5, 21465 Reinbek

Flyer-doppelausstellung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 671.3 KB

»Pack das Leben bei den Haaren!«

Stefan Gwildis liest und singt

Wolfang Borchert zum 100. Geburtstag

 

In diesem Jahr wäre Wolfgang Borchert, der am 20. Mai 1921 in Hamburg zur Welt kam, hundert Jahre alt geworden. Grund genug für Stefan Gwildis, dem bewunderten Dichter ein besonderes Geburtstagsgeschenk zu machen: Mit neu vertonten Gedichten, einer Auswahl seiner Lieblingsgeschichten, Briefen, Szenen aus den Jugenddramen und bislang unveröffentlichten Dokumenten präsentiert er sein ganz persönliches „Best of Borchert“-Programm.

 

Mit Stefan Gwildis, Hagen Kuhr (Cello) und Tobias Neumann / Matthias Stölzle (Tasteninstrumente)

Dramaturgie: Dr. Sonja Valentin

 

Premiere:

Samstag 28. August 2021 19:30 Uhr

St. Pauli Theater

 

Kleiner Vorgeschmack auf Youtube

»Wir selbst sind zuviel Dissonanz«

»Natürlich bin ich ein religiöser Dichter. Ich verberge es nicht. Ich glaube an die Sonne, den Walfisch, meine Mutter und an das Gras« antwortete Wolfgang Borchert (1921–1947) kurz vor seinem Tod auf die Frage eines Journalisten. Der viel zu früh verstorbene Schriftsteller macht mit dieser Antwort deutlich, worum es in seinem literarischen Werk gegangen ist und wie es weit in unsere Zeit hineinreicht: um die Bedeutung von Weltanschauung und Glauben, aber auch um die Abhängigkeit von Mensch und Planet als politische Fragestellungen. Borcherts engagierte Literatur wirft darüber hinaus immer auch die Frage nach den strukturellen Problemen einer sogenannten postnationalsozialistischen Gesellschaft auf. 

Die Brotfabrik begeht Borcherts 100. Geburtstag mit einer Themen-Woche: Vom 13. bis 17. September zeigt das BrotfabrikKino einige Verfilmungen von Borcherts Texten. Im Zentrum steht dabei die erste Verfilmung von »Draußen vor der Tür«, »Liebe 47«, von Wolfgang Liebeneiner. Die BrotfabrikLiteratur lädt drei Autor*innen zu Lesung und Gespräch ein. Caca Savic, Lena Tietgen und Nico Feiden sprechen mit Alexander Graeff darüber, inwiefern Wolfgang Borcherts Werk sie für ihr eigenes inspiriert hat, über ihre Lektüreerlebnisse – und lesen ihre Texte.

 

Mittwoch 15. September 2021

19:30 Uhr

Brotfabrik

13086 Berlin, Caligariplatz 1

Lesung in der Brotfabrik
W_Borchert_Lesung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.1 MB

»In zwei Jahren wird keiner das Zeug mehr lesen.«

Wolfgang Borchert, Werk und Aktualität

 

Vortrag von Prof. Hans-Gerd Winter

Johannes Kirchberg (Klavier und Gesang)

 

Donnerstag 18. November 2021

18:00 Uhr

Carl-Toepfer-Stiftung

Peterstraße 28

20355 Hamburg

Schischyphusch oder: Ich will aber auch Sahne!

Monodrama mit Objekttheater

 

Unter der Oberfläche einer Slapstick-Episode erzählt Wolfgang Borchert in der Kurzgeschichte »Schischyphusch« von der Realität des ersten Weltkrieges aus den Augen eines Kindes und von der existenziellen Schwierigkeit, den eigenen Erfahrungshorizont mit anderen Menschen zu teilen. Diese Erzählung nimmt Ulrike Schlue zum Anlass, um Stationen aus ihrer eigenen Theaterlaufbahn Revue passieren zu lassen. Sie erzählt in ihrem Monolog autobiografisch von einem Leben als Schauspielerin, von Männerschicksalen, Rebellion und Himbeerkuchen. Es begegnen sich ZeitgenossInnen aus verschiedenen Epochen, und letztendlich macht sie das Publikum zum Zeugen, wie es ihr gelang, durch Verteidigung des eigenen Anspruchs und oft auf unkonventionellen Wegen eine Berufung zum Beruf zu machen.

 

Samstag, 08. Mai 2021, 19:50 Uhr

Livestream (präsentiert wird ein 15-minütiger Ausschnitt aus einem 50 Minuten umfassenden Programm)

Then the Head was Kaputt

An Introduction to Wolfgang Borchert with Professor Gordon Burgess:

»Wolfgang Borchert: War Experiences and the Making of Literature«

 

Goethe Zentrum Atlanta – German Cultural Center

 

Samstag 15. Mai 2021

21:00-22:00 MESZ (3:00-4:00 pm EDT)

Online via Zoom

 

On Saturday, May 15 at 3 pm Goethe-Zentrum patrons will have the unique honor to learn about the life and works of Wolfgang Borchert from leading Borchert researcher, Professor Gordon Burgess.

 

The virtual event is free to attend, but attendees must register in advance to receive the Zoom Meeting ID and password.

 

Contact: [email protected]

 

 

Eine weitere Veranstaltung befasst sich mit der künstlerischen Verarbeitung traumatischer Kriegserlebnisse - unter anderem an den Beispielen Wolfgang Borchert und Joseph Beuys:

 

Show your Wound

 

Conceptual artist Joseph Beuys (12 May 1921 – 23 January 1986) and writer Wolfgang Borchert (20 May 1921 – 20 November 1947) both suffered severe trauma during World War II and processed their experiences by creating art. After a year of collectively experiencing COVID-19 and the toll it has taken on our mental health, the Goethe-Zentrum wishes to take the opportunity to ask if and how art can heal PTSD, trauma, and wounds of the mind in the broadest sense.

We have assembled a panel of accomplished artists, many of whom are veterans themselves, to help us find an answer.

This event will be 100% virtual via Zoom and is free to attend, but registration is required in advance to receive the meeting ID and password. Registration closes at event start time.

 

Beginn:

deutsche Zeit (MESZ): Freitag 21. Mai 2021, 02:00 Uhr

Ortszeit (EDT): Donnerstag 20. Mai 2021, 20:00 Uhr

Wenn Gott schweigt – Antworten von Wolfgang Borchert und Dietrich Bonhoeffer auf die Gottlosigkeit ihrer Zeit

Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Benedict

 

Der Hamburger  Dichter Wolfgang Borchert und der in Breslau geborene Theologe Dietrich Bonhoeffer waren in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs zur selben Zeit in Berlin – unweit voneinander entfernt – inhaftiert.  Beide haben  in der gefühlten Gottlosigkeit ihrer Zeit versucht, glaubend und zweifelnd an Gott festzuhalten, bis es nicht mehr ging.

Der Theologe und Friedensforscher Prof. Dr. Benedict  versucht,   ihre  Gedanken  wie die prognostizierte Religionslosigkeit Bonhoeffers und Borcherts »Gott, an den keiner mehr glaubt« in einen fiktiven Dialog zu bringen, die für den heutigen Umgang mit Gottlosigkeiten hilfreich sein können.

 

Veranstalter: evangelische Tabita-Kirchengemeinde Ottensen-Othmarschen

Moderation: Pastor Matthias Kaiser

Donnerstag 20. Mai 2021, 19:30-21:30 Uhr

Online-Veranstaltung auf Zoom

»Jugenddramen« wieder lieferbar

Nachdem der 2007 erschienene Privatdruck der »Jugenddramen« vergriffen war, ist im März 2019 die zweite, unveränderte Auflage erschienen. Sie ist für 19 Euro ausschließlich über die Borchertgesellschaft zu beziehen. Bitte wenden Sie sich per Mail bzw. Nachricht über das Kontaktformular an die Gesellschaft.

»Hamburger Leseheft« zu »Draußen vor der Tür« – eine Warnung

Im Verlag Hamburger Lesehefte, der zur Verlagsgruppe Husum gehört, sind zwei Hefte mit Werken Borcherts erschienen, eines mit Erzählungen, ein weiteres mit »Draußen vor der Tür«. Diese preisgünstigen Hefte richten sich an Schulklassen und umfassen neben dem Text jeweils auch ein Nachwort.

Das Nachwort zu »Draußen vor der Tür« instrumentalisiert die Figur des Beckmann für eine Tirade gegen ein als »widerwärtig« bezeichnetes heutiges Europa und gegen eine Politik, die vom Krieg betroffenen Menschen – Ausgestoßenen – zu helfen versucht. Der – teilweise als rhetorische Fragen verpackte – Tenor des Nachworts lenkt das Denken der Leserinnen und Leser in eine Richtung, die mit der humanen Botschaft von Borcherts Werk nicht vereinbar ist.

Die Borchertgesellschaft wie auch einzelne Personen haben sich diesbezüglich an den Verlag gewandt, der darauf nicht reagiert hat.

Die Borchertgesellschaft sieht sich daher gezwungen, vor dem Kauf dieses Lesehefts zu warnen. Sie finden das Schreiben des Vorsitzenden an den Verlag und einige erläuternde Ausführungen in der pdf-Datei.

Stellungnahme des Vorsitzenden zu den Hamburger Leseheften
Warnung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 65.9 KB

Hayır de – Sag Nein!

Ein beeindruckendes Video brach in der Türkei Anfang Februar 2017 alle Rekorde. Der türkische Regisseur und Schauspieler Genco Erkal las aus Wolfgang Borcherts »Dann gibt es nur eins« mit seinen wiederkehrenden Aufforderungen: »Sag Nein!«.

Dieses »Sag Nein!« wurde generell auf die »Nein«-Kampagne zum Referendum in der Türkei bezogen, mit dem der derzeitige Präsident Erdoğan die Alleinherrschaft erreichen wollte.

 

Das Video ist hier zu sehen.

Wolfgang Borchert bei jungen Autoren – ein Beispiel

Der junge Erfolgsautor Benjamin Lebert (Crazy, 1999) hat mit Im Winter dein Herz seinen vierten Roman veröffentlicht. In seinem dritten Roman Kannst du bezieht er sich auf Wolfgang Borchert. Nach der Buchpremiere von Im Winter dein Herz am 22.2.2012 im Hamburger Literaturhaus bekennt er sich, auf Borchert angesprochen, zu diesem als einem seiner großen Vorbilder. Ein Treffen mit einer Journalistin des Hamburger Abendblattes verlegt er an das Grab Borcherts im Ohlsdorfer Friedhof. Er legt dort Blumen ab und zitiert den Autor: »’Was morgen ist, auch wenn es Sorge ist, ich sage ja!’ Ich fühle mich ihm verbunden, seinem ‚Trotzdem’«, heißt es im Bericht darüber am 05.03.2012. Lebert teilt mit Borchert die positive Einstellung zum Leben, den unbedingten Lebenshunger, aber auch die Erfahrung der Entfremdung zwischen den Menschen, der existenziellen Einsamkeit des Einzelnen und die Suche nach Heimat.

Wo lebte Wolfgang Borchert?

Wollen Sie auf den Spuren von berühmten Dichtern und anderen historischen Persönlichkeiten durch Hamburg flanieren, dann schauen Sie in den handlichen Führer Wer lebte wo in Hamburg? von Christiane Kruse, erschienen im Verlagshaus Würzburg. Sie entdecken, wo die Personen wohnten, und erhalten eine kurze Information zu Biographie und Werk – zum Beispiel natürlich zu Borchert. Insgesamt sowohl informativ als auch unterhaltsam! Der Führer ist auch im Borchert-Archiv vorhanden.

Wer-lebte-wo-in-Hamburg-.jpg
JPG Bild 47.2 KB

Bereits stattgefundene Veranstaltungen und andere vormals aktuelle Meldungen der Gesellschaft finden Sie im Veranstaltungsarchiv

Newsletter

 

Wenn Sie über Veranstaltun-gen der Gesellschaft informiert werden möchten, können Sie hier Ihre E-Mail-Adresse angeben.

Wenn Sie unserer Gesellschaft beitreten oder uns fördern möchten, können Sie dies hier tun.